Nach Auschwitz fahren? Warum???

Ist es sinnvoll, Auschwitz zu besuchen? Und wenn ja, warum? Diese Fragen stehen über dieser Veranstaltung, die ganz bewusst am 27. Januar stattfindet – der zum Holocaust-Gedenktag wurde, weil am 27. Januar 1945 sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz befreiten. Heinrich Kluba und Hartmut Zimmermann aus Fulda haben im vergangenen Jahr Auschwitz besucht – wie auch mehr als zwei Millionen andere Menschen aus der ganzen Welt. Sie werden über ihre Fahrt berichten.
Auch wenn es Fotos und Informationen über die Fahrt geben wird - es wird kein „Reisebericht“ der üblichen Art sein. Im Mittelpunkt des Abends soll vielmehr das gemeinsame Nachdenken darüber stehen, was ein Besuch in Auschwitz sein kann, ob es sinnvoll ist, einen solchen Gedenkstättenbesuch zur Pflicht zu machen - und was es bedeutet, als Besucher in Auschwitz gewesen zu sein.

Wann: am  Sonntag, den 27. Januar 2019 um 19:30
Wo:  Ehemalige Synagoge Heubach
Die Bruderhofbewegung: Von den Anfängen am Sparhof bis heute

Der Sparhof einst und das Bruderhof-Gebäude heute.
Kevin Keiderling und andere Mitglieder der Bruderhof-Gemeinde in Sinntal-Sannerz werden ihre Gemeinschaft vorstellen. "Die Bruderhöfer sind eine neutäuferische Bewegung, die eine am Vorbild der Jerusalemer Urgemeinde orientierte Gütergemeinschaft praktiziert", schreibt das Internet-Lexikon Wikipedia. Die Anfänge der christlichen Kommunität gehen auf die Eheleute Eberhard und Emmy Arnold zurück, die in den Wirren der Nachkriegszeit in Sannerz die erste Bruderhof-Gemeinschaft gründeten. Neben geistlichen Wurzeln hat auch die damals starke "Wandervogelbewegung", die besonders viele junge Menschen begeisterte, die Anfänge geprägt.
1926 siedelte die Gemeinschaft auf den nahegelegenen Sparhof bei Heubach um. Die Gemeinschaft wuchs stark.
Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde die junge Gemeinde massiv bedroht: 1937 vertrieben SS-Männer die Menschen vom Sparhof, nicht zuletzt, weil sie den Kriegsdienst grundsätzlich ablehnten. Die Gruppe musste Deutschland verlassen.
Im Jahr 2002 kehrten einige Mitglieder wieder an den Ursprungsort Sannerz zurück und betreiben dort in urchristlicher Gütergemeinschaft einen Bruderhof. "Wir sind eine christliche Lebens- und Arbeits­gemeinschaft, in der mehr als 2700 Menschen in über zwanzig Siedlungen in vier Kontinenten leben. Wir sind ein Bund von Familien und Singles, die im Geiste der ersten Gemeinde in Jerusalem Jesus ohne Kompromisse nachfolgen wollen. Dabei verzichten wir gerne auf Privatbesitz und teilen alles miteinander. Unsere Berufung besteht darin, Gott, einander und auch dir zu dienen", beschreiben die Bruderhöfer sich selbst auf ihrer Internetseite.
Der Abend lädt dazu ein, aus erster Hand mehr über diese Glaubensgemeinschaft und die Menschen, die sie tragen, zu erfahren und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Wann: am  Sonntag, den 17. Februar 2019 um 19:30
Wo:  Ehemalige Synagoge Heubach
Kontakt:  Hartmut Zimmermann; Telefon: (0661) 402382; E-Mail: info(at)synagoge-heubach.de
Näheres:  https://www.bruderhof.com/de
"Ich zünde ein Licht für dich an"

Sich Menschen in Erinnerung zu rufen, die zu einem gehören – das ist leicht möglich mit den selbst verfassten Liedern von Cornelia Pfeiffer. Das älteste Lied stammt aus den 80er Jahren, die meisten sind in jüngster Zeit von ihr geschrieben und komponiert worden. Freuen Sie sich auf eine gute Stunde mit Gitarren- und Geigenklängen des Eiterfelder Duos Theresa Maria Keller (Geige) und Cornelia Pfeiffer (Gitarre und Gesang). Der Eintritt ist frei – Spenden für den Förderverein werden erbeten.

Wann: am  Samstag, den 16. März 2019 um 19:00
Wo:  Ehemalige Synagoge Heubach
Kontakt:  Hartmut Zimmermann; Telefon: 0661 / 402382; E-Mail: info(at)synagoge-heubach.de
Valerie Riedesel liest aus "Geisterkinder"

Vor nahezu 75 Jahren: 20. Juli 1944 - der Tag des Attentatsversuchs auf Hitler.
In Paris läuft der Umsturz nach Plan, doch mit dem Scheitern in Berlin bricht der Widerstand zusammen. Wenige Tage später wird Cäsar von Hofacker, Anführer der Pariser Verschwörer, verhaftet. Kurz darauf holt die Gestapo seine Frau Lotte und die beiden ältesten Kinder ab – Sippenhaft in Gefängnissen und Konzentrationslagern folgen. Die drei Jüngsten werden in ein Kinderheim verschleppt "Geisterkinder", deren Herkunft niemand kennen soll: Ihren Nachnamen dürfen sie nicht nennen.
Nach der Befreiung schreiben die 13 und 15 Jahre alten Schwestern Christa und Anna-Luise ihre Erlebnisse auf – bewegende Berichte von Kindern, die früh erwachsen wurden. Die Tochter von Anna-Luise, Valerie Riedesel Freifrau zu Eisenbach, hat die Geschichte ihrer Mutter und ihrer Großeltern erforscht und aufgeschrieben und wird aus ihrem Buch „Geisterkinder“ lesen.

Wann: am  Freitag, den 14. Juni 2019 um 19:30
Wo:  Ehemalige Synagoge Heubach
Kontakt:  Hartmut Zimmermann; Telefon: 0661 / 402382; E-Mail: info(at)synagoge-heubach.de
Ein Geschenk mit Seele

Dies ist ausnahmsweise kein Veranstaltungs- sondern ein Geschenktipp. Sie möchten jemandem eine Freude machen? Etwas Besonderes schenken, das es nicht überall gibt?

Wir empfehlen Ihnen die Heubacher Ausgabe des Buchs „Der Seelenvogel“.

Weltweit hat das Buch, das die israelische Autorin Michal Snunit (nicht nur) für Kinder gestaltet hat, schon Millionen Leser gefunden. Die „Synagogenmäuse“, Kinder aus Heubach. Uttrichshausen und Neuhof, haben das Buch neu illustriert und der Förderverein hat die Texte Snunits mit den schönsten Bilder des „Seelenvogels“ in einem Heft im Din-A-5-Format vereint.

Unter der nachstehenden E-Mail-Anschrift kann man das Buch bestellen. Es kostet fünf Euro (zuzüglich Porto von 1,45 Euro).
Auch bei den Veranstaltungen in der Synagoge kann es erworben werden.


Wann: am  Mittwoch, den 31. Juli 2019 um 01:01
Wo:  Ehemalige Synagoge Heubach
Kontakt:  Hartmut Zimmermann; Telefon: 0661 / 402382; E-Mail: info(at)synagoge-heubach.de